h4 bg 1 — ZENIUS

Notwasserversorgung während El Niño auf den Philippinen: A1000 + Photovoltaik + Speicher + Netz für die Wassergewinnung rund um die Uhr

Planungsübersicht: Zur Vorbereitung der Notwasserversorgung während El Niño auf den Philippinen wird für Standorte mit vorhandenem Netzanschluss und angestrebtem 24-Stunden-Betrieb des A1000 das Konzept „PV zuerst + Netz zum Ausgleich + Speicher als Stromausfallreserve“ empfohlen, nicht die Auslegung als reines Inselsystem. Bei Modulen mit 650 W und 2384 × 1303 mm kann die Planung mit 100 PV-Modulen (65 kWp) + 150 kWh Lithium-Eisenphosphat-Speicher beginnen; sollen etwa 12 Stunden Stromausfall überbrückt werden, lässt sich der Speicher auf 250 kWh erhöhen. Dies ist weder eine endgültige Gerätefestlegung noch eine Garantie für ganzjährig unterbrechungsfreie Versorgung oder eine feste Wassermenge.

1. Notwasserversorgung bei El Niño: Einsatz und Leistungsgrenzen

Die philippinische Wetterbehörde PAGASA weist darauf hin, dass El Niño in einigen Regionen das Risiko unterdurchschnittlicher Niederschläge, von Dürren und Trockenperioden erhöhen kann; Taifune und andere Wettersysteme können dennoch Starkregen bringen. Die Notwasserversorgung muss deshalb Wasserknappheit, Stromausfälle, starken Wind, Entwässerung und Gerätewartung berücksichtigen. El Niño darf nicht mit dauerhaft sonnigem Wetter gleichgesetzt werden.

Nach einer Standortbewertung kann der A1000 als ergänzende Wasserquelle für gemeinschaftliche Trinkwasserstellen, Schulen, Lager oder andere vorrangige Wasserbedarfsstellen dienen. Dürre oder eine sinkende Luftfeuchtigkeit können auch den Ertrag der Wassergewinnung aus Luft verringern; das Gerät darf nicht als wetterunabhängige, unbegrenzte Wasserquelle beworben werden und erst recht nicht ohne Prüfung die gesamte häusliche oder landwirtschaftliche Wasserversorgung einer Gemeinde ersetzen.

Produktabbildung des gewerblichen Luftwassererzeugers A1000
Produktansicht des A1000; die konkrete Lieferkonfiguration richtet sich nach den bestätigten technischen Unterlagen.

2. Strombedarf für 24 Stunden Betrieb: Das Netz deckt die reguläre Lücke

Die in den A1000-Unterlagen angegebene Eingangsleistung beträgt 12.3 kW; bei durchgehendem Betrieb mit dieser Leistung über 24 Stunden benötigt das Hauptgerät 295.2 kWh/Tag. Diese Planung setzt vorläufig 13 kW und 312 kWh/Tag an. Die zusätzlichen 0.7 kW sind lediglich eine Reserve für Nebenaggregate; der tatsächliche Eigenverbrauch von Wasserpumpen, Speicherklimatisierung, Steuerungen usw. muss gemessen und zusammengerechnet werden. Die dokumentierte Leistung ist keine bestätigte Tagesdurchschnittsleistung. Zählerdaten am Standort können zur späteren Optimierung dienen.

  • Tagsüber: PV versorgt zunächst das Hauptgerät; Überschüsse laden die Batterie unter Beibehaltung eines Notfall-SOC. Nicht benötigte Erzeugung wird abgeregelt, oder nach örtlicher Genehmigung wird eine geeignete Netzeinspeiselösung eingesetzt.
  • Nachts und bei bewölktem oder regnerischem Wetter: Das Netz gleicht die Lücke regulär aus; der gesamte nächtliche Strombedarf muss nicht auf die Batterie verlagert werden.
  • Bei Stromausfall: Das Netz wird getrennt, und ein netzbildendes, PV-kompatibles Speichersystem versorgt die kritischen Lasten. Ein gewöhnlicher netzgekoppelter Wechselrichter kann bei Netzausfall nicht automatisch weiter Strom liefern.
  • Wasserspeicherung: Das erzeugte Wasser wird in einem hygienischen Wassertank gespeichert, um kurze Unterbrechungen der Wassergewinnung abzufedern. Der Tank erhöht nicht die tägliche Produktionskapazität des Hauptgeräts.
Prinzipschema der hybriden Versorgung des A1000 mit PV, Netz und Speicher sowie Wasserspeicherung auf den Philippinen
Netzstrom ist nicht mehr nur eine optionale Absicherung, sondern Teil der täglichen Versorgung; das Prinzipschema ist kein Installationsschaltplan.

3. Wie viele 650-W-PV-Module werden benötigt?

Die Ressourcen unterscheiden sich zwischen den Inseln, Städten und Jahreszeiten der Philippinen. Energypedias Einführung zur PV-Projektentwicklung auf den Philippinen nennt einen Ressourcenüberblick von etwa 4.5–5.5 kWh/m²/Tag; dieser ist keine direkte Garantie für jeden Standort. Für den Konfigurationsvergleich verwendet diese Planung 4.0 Spitzen-Sonnenstunden und einen effektiven Faktor von 80% von der PV bis zur Versorgungssammelschiene, nicht einen ganzjährigen philippinischen Mindestwert. Nachfolgende Verluste durch Zwischenspeicherung in der Batterie sind darin nicht enthalten. Ausrichtung, Verschattung, Temperatur, Abregelung und Geräteeigenverbrauch müssen ebenfalls geprüft werden.

Geschätzte Tagesenergie = Modulanzahl × 0.65 kWp × 4.0 Stunden × 0.80.

VariantePV-LeistungGeplante Tageserzeugung an der SammelschieneIm Verhältnis zur Tageslast von 312 kWhNetto-Modulfläche
80 Module52 kWp166.4 kWhTheoretischer Energieanteil ca. 53%248.5 m²
100 Module, Planungsstart65 kWp208.0 kWhTheoretischer Energieanteil ca. 67%310.6 m²
120 Module78 kWp249.6 kWhTheoretischer Energieanteil ca. 80%372.8 m²

Die Tabelle vergleicht Gesamtenergiemengen, nicht den tatsächlichen Eigenverbrauchsanteil, die Stromkostenersparnis oder einen garantierten PV-Deckungsgrad. Bei 100 Modulen muss das Netz selbst bei vollständiger Nutzung der Erzeugung und ohne nachfolgende Verluste noch mindestens etwa 104 kWh täglich liefern. Bei PV-Überschüssen am Mittag, vollem Speicher oder eingeschränkter Lastverschiebung durch die Reservevorhaltung steigt der Netzbezug. Gibt es tagsüber keine anderen Lasten, sollten 80–120 Module stündlich simuliert werden, damit nicht allein zur Maximierung der installierten Leistung große Abregelungsverluste entstehen.

Die Fläche eines Moduls beträgt 2.384 × 1.303 = 3.106352 m². 100 Module haben eine Nettofläche von 310.6 m²; für die Planung können zunächst etwa 405–500 m² vorgesehen werden. Bei 120 Modulen sind es netto 372.8 m² und vorläufig etwa 485–600 m² Aufstellfläche. Die Reserve beruht auf einem geschätzten Faktor von etwa 1.3–1.6 und ist kein allgemeiner Belegungsstandard. Feuerwehrwege, Taifun-Windfestigkeit, Tragfähigkeit und Wartungsabstände sind standortbezogen auszulegen.

4. Mit Netzanschluss wird die Batterie nach der Stromausfalldauer ausgelegt

Diese Planung nutzt den Speicher hauptsächlich als Stromausfallreserve und setzt nicht mehr standardmäßig eine 300-kWh-Batterie für den gesamten regulären Nachtbedarf voraus. Planungsannahmen sind 90% Entladetiefe, 94% Entladewirkungsgrad von der Batterie bis zur Wechselstromseite und 90% verbleibende Kapazität:

Erforderliche Nennkapazität = 13 kW × Reservestunden ÷ (0.90 × 0.94 × 0.90).

Angestrebte Stromausfallreserve ohne PVBerechnete MindestnennkapazitätOrientierung für den Konfigurationsvergleich
4 Stundenca. 68.3 kWh80–100 kWh
8 Stundenca. 136.6 kWh150 kWh, Planungsstart
12 Stundenca. 204.9 kWh250 kWh
24 Stundenca. 409.8 kWh450–500 kWh

Unter diesen Annahmen liefern 150 kWh etwa 114.2 kWh Wechselstromenergie und versorgen eine 13-kW-Last für ungefähr 8.8 Stunden; 250 kWh ermöglichen etwa 14.6 Stunden. Beide Zeitangaben beginnen bei voller Ladung und vollständig nutzbarem festgelegtem SOC-Fenster. Ein niedrigerer Anfangs-SOC, Zusatzlasten oder stärkere Alterung verkürzen sie. Die verbleibende Kapazität von 90% ist nur ein Planungspunkt, keine Garantie am Lebensdauerende. PV während des Ausfalls kann die Betriebszeit verlängern, die Reserveauslegung setzt aber keinen Sonnenschein voraus.

Die Steuerung sollte einen Notfall-SOC vorhalten und klar zwischen Kapazität für den alltäglichen Lastverschub und für Stromausfälle unterscheiden. Wird die Batterie jede Nacht entleert, kann nicht gleichzeitig eine volle 8-Stunden-Reserve bei einem Stromausfall am nächsten frühen Morgen zugesagt werden. Soll die Notfallenergie jederzeit verfügbar sein, sind zusätzliche SOC-Margen oder separat reservierte Kapazität zu berücksichtigen.

Vergleich der Anzahl von 650-W-PV-Modulen und der Batteriegröße für Stromausfälle bei Netzanschluss auf den Philippinen
PV nach ersetzbarer Energiemenge und nutzbarer Erzeugung wählen, die Batterie nach der tolerierten Stromausfalldauer.

5. Elektrische Anpassung auf den Philippinen: 60 Hz und Drehstromspannung zuerst prüfen

Meralco nennt in seinen technischen Unterlagen 60 Hz und Versorgungsspannungen einschließlich 400/230 V und 460 V. Sein Versorgungsgebiet darf jedoch nicht als Maßstab für jeden Standort im Land gelten. Die vorhandenen A1000-Unterlagen beschreiben unterschiedliche Lieferkonfigurationen für 380–400 V/50 Hz oder 440–460 V/60 Hz. Bei 400 V/60 Hz am Standort darf keine Übereinstimmung mit einer dieser Versionen unterstellt werden; der Lieferant muss das passende Modell oder die Lösung schriftlich bestätigen. Ein gewöhnlicher Transformator ändert die Frequenz nicht; auch ein beliebiges Frequenzumrichtergerät ist kein Nachweis für die Kompatibilität des gesamten Geräts.

  • Verfügbaren Drehstrom-Netzanschluss bestätigen, nicht lediglich einphasigen Haushaltsstrom. Die Anschlussleistung muss Hauptgerät, Nebenaggregate und Batterienachladung gleichzeitig abdecken.
  • Dreiphasige Speicher-PCS oder Hybridsysteme können zunächst in der Klasse 30–50 kW verglichen werden. Dauerleistung, kVA, Kompressoranlaufstrom und Überlastdauer sind einzeln zu prüfen; ein fester Multiplikator garantiert keinen erfolgreichen Anlauf.
  • 65–78 kWp DC-Modulleistung bedeuten nicht, dass alles an einen einzelnen 30-kW-Wechselrichter angeschlossen werden kann. PV-Eingang, MPPT-Strom, Ladeleistung und Inselbetriebskompatibilität separat prüfen.
  • Die Umschaltung bei Stromausfall erfordert vorschriftsmäßige Trennung, Inselnetzerkennung, Erdung und Schutz. Ob eine nahtlose Umschaltung möglich ist, muss anhand der Systemleistung und der zulässigen Unterbrechungszeit des Hauptgeräts überprüft werden. Andernfalls sind kontrolliertes Abschalten und verzögerter Wiederanlauf vorzusehen; ein unterbrechungsfreier Betrieb darf nicht behauptet werden.
  • Netzparallelbetrieb, Nulleinspeisung oder Einspeisung müssen von einem örtlich qualifizierten Installateur auf die Anforderungen des Versorgers geprüft werden. Dieser Text verspricht weder eine Einspeisegenehmigung noch Einnahmen.

6. Notwasserertrag und Wassertank müssen separat abgenommen werden

Der A1000 gehört zur Kapazitätsklasse 1000 L/Tag und erzeugt unter Referenzbedingungen 965 L/24 h (30°C, 80% RH). Dies ist keine Garantie für beliebige Umgebungsbedingungen auf den Philippinen. Der täglich nutzbare Wasserertrag ist anhand der niedrigsten Luftfeuchtigkeit in der Trockenzeit, Temperatur, Belüftung und Aufzeichnungen des Dauerbetriebs zu bestimmen. Eine Stromversorgung für 24 Stunden Betrieb bedeutet nicht eine feste Tagesproduktion von 1000 L.

Der Wassertank ist nach tatsächlichem täglichem Notwasserbedarf, geplanter Pufferdauer, Reinigung, Desinfektion und Wasserumschlag auszuwählen. Bei einem tatsächlichen Verbrauch von 1000 L pro Tag entsprechen 2 Puffertage einem nutzbaren Nettovolumen von 2000 L; ob rechtzeitig nachgefüllt werden kann, hängt aber vom gemessenen Ertrag ab. Für Trinkwasser sind Wasserqualitätsprüfungen und Hygienemanagement erforderlich. Ein TDS-Wert allein beweist keine Trinkwassersicherheit. Eine externe Notwasserquelle und ein Verteilungsplan sollten zusätzlich beibehalten werden.

7. Zunächst zwei Konfigurationen vergleichen

KombinationPVSpeicherZweck
Netzgestützte Notversorgung100 Module à 650 W / 65 kWp150 kWhDas Netz unterstützt Tag- und Nachtbetrieb; bei voller Ladung ca. 8.8 h Reserve ohne PV
Verlängerte Stromausfallreserve100–120 Module / 65–78 kWp250 kWhBei voller Ladung ca. 14.6 h Reserve ohne PV; Nutzung der Erzeugung und Wiederaufladezeit weiter prüfen

Diese beiden Vergleichsvarianten beruhen auf einem vorhandenen Netzanschluss, nicht auf einer bereits vom Nutzer festgelegten Reservedauer. Bei sehr seltenen Stromausfällen lässt sich der Speicher weiter verkleinern. Dauern Ausfälle häufig 24 Stunden, sollte der Speicher vergrößert oder ein zusätzlicher Generator vorgesehen und die Nachladefähigkeit neu berechnet werden. Die früher für einen reinen Inselbetrieb erwogenen 200–220 PV-Module und 300 kWh Speicher sind nicht mehr die Standardempfehlung für dieses Projekt. Größere Konfigurationen können jedoch weiterhin separat für einen höheren PV-Deckungsgrad oder längere Autonomie bewertet werden.

Häufige Fragen

Sind bei Netzanschluss noch mehr als 200 PV-Module nötig?

Nicht unbedingt. Das Netz kann die Lücken nachts und bei bewölktem oder regnerischem Wetter schließen. Die PV-Größe richtet sich nach der angestrebten ersetzten Energiemenge, der verfügbaren Fläche und der stündlichen Eigenverbrauchsmöglichkeit. Diese Planung vergleicht ausgehend von 100 Modulen à 650 W und strebt keinen ungeprüften ganzjährigen Inselbetrieb an.

Kann eine 150-kWh-Batterie den A1000 24 Stunden versorgen?

Nein. Bei 13 kW Last und den hier angenommenen Kapazitäts- und Wirkungsgradwerten beträgt die Reserve ohne PV bei voller Ladung etwa 8.8 Stunden. Für ganztägigen Betrieb müssen Netz oder PV weiterhin Strom liefern.

Ist Wassergewinnung aus Luft bei El-Niño-Dürre zwangsläufig besser geeignet?

Das lässt sich nicht garantieren. Der Bedarf durch Wasserknappheit kann steigen, während sinkende relative Luftfeuchtigkeit den Wasserertrag verringern kann. Vor einer Versorgungszusage sind der nutzbare Wasserertrag und der Stromverbrauch bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Standort in der Trockenzeit zu testen.

Nächster Schritt: Standortdaten bestätigen

Benötigt werden die konkrete philippinische Stadt, der Versorger, Drehstromspannung und Frequenz am Standort, verfügbare Anschlussleistung, typische Stromausfalldauer, Installationsfläche, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Trockenzeit sowie der gemessene Stromverbrauch des A1000. Zur Festlegung der Modulanzahl in Reihen- und Parallelschaltung sind vollständige Werte für Voc, Vmp, Isc, Imp und Temperaturkoeffizienten erforderlich; 650 W und die Abmessungen allein reichen nicht aus.

Quellen: PAGASA-Wetter- und El-Niño-Hinweise; Ressourcenüberblick zur PV-Entwicklung auf den Philippinen; Meralco-Angaben zu Versorgungsspannungen; Technische Unterlagen von Meralco zur Netzqualität; A1000-Produktdaten. Sämtliche Wirkungsgrade, Nebenaggregatleistungen und Flächenreserven sind Planungsannahmen, keine vor Ort gemessenen Ergebnisse.

Beratung zur Notwasserversorgung während El Niño · Mehr zum Stromverbrauch von Luftwassererzeugern

Newsletter-Updates

Geben Sie unten Ihre E-Mail-Adresse ein und abonnieren Sie unseren Newsletter